Personalia

Ehemaliger Finanzminister Schelling soll Aufsichtsrat der OMV werden

Der ehemalige Finanzminister Hans Jörg Schelling, ÖVP, soll in den Aufsichtsrat des größten heimischen Industriekonzerns einziehen. Derzeit ist Schelling als Lobbyist für Gazprom und Nord Stream 2 aktiv.

Der ehemalige ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling soll in den Aufsichtsrat der teilstaatlichen OMV einziehen. Das geschehe auf Wunsch der Regierungsspitze, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten"unter Berufung auf unterschiedliche Quellen. Es gehe um einen Ausgleich dafür, dass Schelling als Minister Hartwig Löger (ÖVP) Platz machen habe müssen.

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Schelling: Gutes Verhältnis zu OMV-Chef Seele

Als Finanzminister unterstützte Schelling den OMV-Chef Rainer Seele. Die beiden soll ein herzliches Verhältnis verbinden. Unter Schelling als Eigentümervertreter der Republik bei der OMV und Seele als Vorstandschef hat sich die Beziehung der OMV zu Russland noch weiter intensiviert.

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Derzeit als Lobbyist für Gazprom tätig

Schelling ist im Dienste des staatlichen russischen Gasriesen Gazprom auch Berater bzw. Lobbyist für das teils umstrittene Gas-Pipelineprojekt Nord Stream 2, an dem die OMV beteiligt ist. Diesen Posten könnte er aufgeben müssen, wenn er in den OMV-Aufsichtsrat einzieht, so die "OÖN" unter Berufung auf Insider. (apa/red)

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