Personalia

Ehemaliger Chef von Qualcomm fliegt aus dem Verwaltungsrat

Mitten in einem feindlichen Angriff des Wettbewerbers Broadcom aus Singapur gehen die Turbulenzen beim amerikanischen Halbleiterkonzern Qualcomm weiter.

Kein Ende der Turbulenzen um Qualcomm: Der Ex-Chef des Chipkonzerns muss den Verwaltungsrat verlassen, weil er ein Übernahmeangebot für die Firma auf die Beine stellen will. Paul Jacobs, der Qualcomm von 2005 bis 2014 führte, informierte seine Kollegen im Aufsichtsgremium vor einigen Tagen über die Pläne.

Wegen des Übernahmeversuchs

Er habe trotzdem im Verwaltungsrat bleiben wollen, aber eine Abstimmung unter den Mitgliedern verloren, berichtete das "Wall Street Journal" am Wochenende. Qualcomm teilte lediglich mit, dass Jacobs sich bei der anstehenden Hauptversammlung nicht zur Wiederwahl stellen werde.

Feindlicher Angriff aus Singapur

Qualcomm entging gerade erst einem feindlichen Übernahmeangriff des Wettbewerbers Broadcom mit Sitz in Singapur. US-Präsident Donald Trump verbot einen möglichen Kauf durch Broadcom unter Hinweis auf Risiken für die nationale Sicherheit.

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Mit insgesamt mehr als 140 Milliarden Dollar wäre es die mit Abstand teuerste Übernahme in der Technologie-Branche geworden. Broadcom hatte sich direkt an die Aktionäre von Qualcomm gewandt, bis zuletzt blieb unklar, ob das Angebot hätte Erfolg haben können oder nicht.

140 Milliarden Dollar schwere Übernahme weiterhin möglich

Jacobs, dem nur ein Anteil von rund 0,1 Prozent an Qualcomm gehört, müsste nun finanzstarke Partner zusammentrommeln, um den Qualcomm-Aktionären ein attraktives Angebot zu machen. Medienberichten zufolge sprach er unter anderem mit dem japanischen Technologiekonzern Softbank, der einen Dutzende Milliarden Dollar schweren Fonds für Investitionen in innovative Technologien zur Verfügung hat.  (dpa/apa/red)