Smart Meter

E-Wirtschaft fordert "neue gesetzliche Regelung"

Oesterreichs Energie: Zeitplan der Umstellung nicht einhaltbar.

Barbara Schmidt Oesterreichs Energie Energie

Die Energiewirtschaft schlägt dem Regulator E-Control vor, das Ziel, bis 2019 in 95 Prozent aller österreichischen Haushalte Smart Meter einzubauen, zu überdenken. Die E-Wirtschaft bekenne sich zum EU-Ziel von 80 Prozent bis 2020. "Aber wir brauchen eine neue gesetzliche Regelung", fordert Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, am Mittwoch im "WirtschaftsBlatt".

Dass die Konsumenten den Smart-Meter-Einbau ablehnen können ("Opt-out"), mache den Ausbau schwieriger. Auch deshalb sei das Zehn-Prozent-Ziel für die digitalen Stromzähler bis 2015 nicht zu halten. "Anstatt uns Panikmache oder Schlimmeres vorzuwerfen, täte Herr Boltz (Anm. E-Control-Chef) gut daran, zum Dialog zurückzukehren, damit wir gemeinsam einen neuen Zeitplan ausarbeiten können", wird Schmidt in der Zeitung zitiert.

Die EU-Vorgaben ließen einen Ermessensspielraum, betonte Schmidt. Sie verweist auf Deutschland, wo noch eine Kosten-Nutzen-Analyse laufe. Am Ende würden die Kosten am Kunden hängen bleiben. Für Österreichs Stromkonsumenten koste der Umbau von fünf Millionen Zählpunkten 1,1, Milliarden Euro. (APA)

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