Elektroautos

E-Mobility: Blitzlademodus

Hohe Förderungen, Importeursaktionen und sinkende Händlerpreise: Noch heuer könnte Elektroautos im urbanen Verteilerverkehr der Durchbruch gelingen.

Alfred Berger Walter Hitziger Energie Top 1000 Manager

Die Freude über den „Neuen“ war ungeteilt. „Meine Leute haben sich darum gerissen, mit dem Elektrischen zu fahren“, erzählt Robert Darnhofer, Geschäftsführer des Salzburger Elektrotechnik-Unternehmens Sänze. Der „Elektrische“ ist ein Citroën Berlingo First Electrique, der jetzt seit November in dem 50-Mitarbeiter-Unternehmen seinen Dienst tut – einer der ersten serienreifen Elektrotransporter am heimischen Markt. Die Reichweite von 100 km reicht für einen Tagesjob im Salzburger Stadtverkehr leicht, und „vier Stunden Ladezeit über Nacht sind leicht machbar“, urteilt Darnhofer. Sein Fazit ist unaufgeregt: „Wir nützen das Auto wie jeden anderen unserer Firmenwagen.“

Mit dem angenehmen Zusatzeffekt, dass die Betriebskosten jährlich auf 400 Euro für in Österreich produzierten Ökostrom kommen. Zum Vergleich: Die Dieselkosten bei 20.000 Stadtkilometern pro Jahr (7 Liter/100 km) liegen bei 2000 Euro. „Mir war es wichtig, ein nach außen sichtbares Zeichen zu setzen, dass Strom ein Teil unserer Lösungen beim Klimaschutz ist“, betont der mittelständische Elektrounternehmer. Dieses Zeichen kommt jetzt bedeutend billiger als noch vor 12 Monaten.

E-Mobilität kostet das Unternehmen bei Ausreizen aller Rabatt- und Förderaktionen in der Anschaffung nicht mehr als klimakillende Diesel-Power. Der Berlingo Electrique brüstet sich beim Anschaffungspreis zwar mit einem Listenpreis von 43.000 Euro netto, allerdings gibt Citroën Austria einen beträchtlichen Rabatt. Zusätzlich darf man in Salzburg 11.000 Euro Förderungen erwarten.

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Unterm Strich steht für Darnhofer ein Kaufpreis, der sich mit jenem eines Diesel-Berlingo (Liste: 12.800 Euro netto) vergleichen lässt. Der Salzburger Unternehmer lässt auch keine Zweifel, „dass ich ohne Rabatte und Förderungen diese Kaufentscheidung nicht getroffen hätte“. E-Mobilität findet sich – zumindest im gewerblichen Bereich – erstmals auf betriebswirtschaftlicher Augenhöhe mit den fossilen Konkurrenten.

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