Walter Boltz

E-Control rechnet mit Schiefergasabbau in Europa

Man solle grundsätzlich Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkung beurteilen.

Walter Boltz E-Control Schiefergas Energie

E-Control-Chef Walter Boltz hat sich Montagabend relativ deutlich für eine nüchterne Beurteilung darüber ausgesprochen, wo in Europa Schiefergas gefördert werden könne. Insgesamt gehe die Tendenz derzeit noch in Richtung "mehr Importabhängigkeit". Polen und Großbritannien seien demnach besonders heiße Kandidaten, "wild entschlossen". Es gehe prinzipiell um die "Wirtschaftlichkeit je nach Region".

Jedenfalls sei das Schiefergas in den USA billiger zu fördern als am Alten Kontinent, denn hier liege es durchschnittlich weit tiefer im Erdinneren. Man dürfe nicht von vorneherein sagen, "es geht nicht", das Gas hier zu fördern, man müsse untersuchen, ob es - nach Anschauung der Kosten- und Umweltfaktoren - funktioniere. Es dürfe nicht so laufen, "als würde ich in Österreich eine Umweltverträglichkeitsprüfung von vornherein nicht angehen".

In Teilen Europas würde es jedenfalls zu einer Förderung kommen, "in England vielleicht teils Offshore". Schiefergas sei "auch durch tendenziöse Berichte" zum Teil ins falsche Licht gerückt worden, so Boltz vor Journalisten in Wien. (APA)

Verwandte tecfindr-Einträge