Übernahme

Duropack-Übernahme genehmigt

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den Verkauf des österreichischen Papier- und Wellpappeherstellers Duropack an den britischen Verpackungshersteller DS Smith gegeben. Es gebe keine Wettbewerbsbedenken.

Papier- und Holzindustrie Papier Duropack Übernahmen

Die Duropack-Gruppe ist mit 15 Hauptfertigungsstandorten in mehreren Ländern in Osteuropa präsent. Der Konzern beschäftigt 2.600 Mitarbeiter und setzte im Jahr 2014 rund 273 Millionen Euro um, bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 41 Millionen Euro. Vor drei Monaten wurde bekannt, dass DS Smith die heimische Gruppe übernehmen möchte.

DS Smith ist ein im FTSE-250-Index der Londoner Börse notierter Hersteller von Wellverpackungen. Das Unternehmen wurde 1940 von den Brüdern Smith in London gegründet, beschäftigt heute 21.500 Leute in 25 Ländern - darunter auch Österreich - und macht einen Jahresumsatz von knapp 5,5 Milliarden Euro. An der Börse ist DS Smith 3,27 Milliarden Pfund (4,45 Milliarden Euro) wert.

Der Finanzinvestor OEP (One Equity Partners) trennte sich zuletzt von seiner 75-Prozent-Beteiligung an Duropack, die Familie Turnauer/Castelbajac verkaufte ihre Anteile von 25 Prozent ebenfalls an die Briten. OEP, hinter dem die US-Investmentbank JPMorgan steht, hatte Duropack 2009 im Zuge der Mehrheitsübernahme der Constantia Packaging erworben, die im Anschluss von der Börse genommen wurde. Ende 2014 hatten OEP und die Turnauer Stiftung bereits den Verpackungsriesen Constantia Flexibles für 1,3 Milliarden Euro an die französische Wendel Gruppe verkauft. (apa)

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