Stahlindustrie

Dumpingpreise bei Stahl: Brüssel ermittelt gegen Serbien, Russland, Ukraine

Wegen Dumpingpreisen bei Stahl hat die EU-Kommission offenbar Ermittlungen gegen fünf Staaten gestartet: Serbien, Russland, den Iran, Brasilien und die Ukraine. Die Belgrader Regierung zeigt sich kooperationsbereit - weist jedoch die Vorwürfe zurück.

Die EU-Kommission hat laut Belgrader Medienberichten Ermittlungen gegen Serbien und weitere vier Staaten - Russland, Iran, Brasilien und die Ukraine - wegen Dumpingpreise für Stahl eingeleitet. Die serbische Regierung hat unterdessen am Sonntag ihre Bereitschaft bekräftigt, mit den Ermittlern voll zu kooperieren.

In einer Regierungsaussendung hieß es gleichzeitig, dass man überzeugt sei, dass die Antidumping-Regeln seitens des serbischen Produzenten nicht verletzt worden seien.

Die Ermittlungen betreffen die Zeitspanne zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30. Juni 2016. In der gegebenen Zeitspanne hatte das serbische Stahlwerk in Smederevo eine internationale Geschäftsführung. Dafür zuständig war das niederländische Unternehmen HPK Engineering.

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Seit Anfang Juli befindet sich das Stahlwerk offiziell in den Händen des chinesischen Konzerns HBIS. Es war von Chinesen im April zum Preis von 46 Mio. Euro erworben worden.

Die Beschwerde wegen der Dumpingpreise war an die EU-Kommission vom Eurofer, dem Wirtschaftsverband von europäischen Eisen- und Stahlproduzenten, gerichtet worden. (APA/red)

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