Umsatz-Forecast

Dürr verärgert Anleger mit Ausblick

Der Automobilzulieferer Dürr hat einschließlich des übernommenen Anlagenbauers Homag seinen Umsatz 2014 um sieben Prozent auf erhöht. Das Dürr-Papier notiert aber mit einem Minus von 5,70 Prozent bei 91,95 Euro wegen des zurückhaltenden Ausblicks.

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Der Automobilzulieferer Dürr hat einschließlich des erst im Herbst übernommenen Anlagenbauers Homag seinen Umsatz 2014 um sieben Prozent auf 2,76 Milliarden Euro erhöht. Die Stuttgarter profitieren davon, denn die neue Tochter hat 253 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beigetragen. Auch der Auftragsbestand von 2,73 Milliarden Euro markiert ein Rekordniveau. Montag Mittag notierte das Dürr-Papier mit einem Minus von 5,70 Prozent bei 91,95 Euro wegen des zurückhaltenden Ausblicks.

Rückgang bei EBIT-Marge

Dürr kann dank der florierenden Automobilindustrie auch auf der Ergebnisseite Positives vermelden. 2014 legte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 8,8 Prozent auf 220,9 Millionen Euro zu. Nach Steuern verdiente Dürr 6,7 Prozent mehr, insgesamt 150,3 Millionen Euro. In der Folge erhöhte sich die für Investoren so wichtige EBIT-Marge von 8,4 auf 8,6 Prozent. Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Dürr erwartet für 2015 hierbei einen Rückgang von sieben bis 7,5 Prozent.

Dürr hat sich auf Anlagen und Maschinen zur Fertigung von Fahrzeugen spezialisiert. Das Management weist jedoch darauf hin, dass es regionale Unterschiede im Geschäft gibt. So sanken die Erlöse außer in Russland zuletzt auch in Brasilien. Was den Ausblick für 2015 angeht, so hoffen die Schwaben auf einen Umsatz von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro. Tochter Homag, die Anlagen zur Holzverarbeitung herstellt, soll dazu rund eine Milliarde Euro beisteuern.

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