Motorradhersteller

Ducati: VW will offenbar Ferdinand Piechs Lieblingsprojekt abstoßen

Die italienische Luxusmarke Ducati steht offenbar vor dem Verkauf. Volkswagen hat offenbar schon eine Investmentbank beauftragt, die Details eines Ausstiegs zu prüfen. Einst hat Ferdinand Piech die Übernahme des Motorradbauers als zwölfte Marke durchgesetzt - gegen alle internen Widerstände.

Volkswagen denkt nun offenbar doch konkret über einen Verkauf der Motorradmarke Ducati nach. Europas größter Autobauer habe die Investmentbank Evercore beauftragt, Optionen für Ducati zu prüfen, sagten zwei mit den Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bank habe bereits Kontakt zu potenziellen Käufern aufgenommen. Audi lehnte eine Stellungnahme ab.

Die VW-Tochter Audi hatte Ducati vor fünf Jahren übernommen. Mit dem Verkauf würde sich Volkswagen von einem Lieblingsprojekt des früheren Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech verabschieden.

Der Porsche-Enkel hatte den Kauf des italienischen Herstellers von Luxus-Motorrädern 2012 als zwölfte Marke des Konzerns gegen Widerstand im eigenen Unternehmen durchgesetzt. Über einen möglichen Verkauf war seit Bekanntwerden des Dieselskandals vor eineinhalb Jahren schon mehrfach spekuliert worden. (reuters/apa/red)

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