Halbleiterhersteller

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Donald Trump rät Apple, die Produktion aus Asien in die USA zu verlagern. Prompt ging der Aktienkurs der Zulieferer Dialog Semiconductor und Aixtron nach unten - Aktien von Infineon und Siltronic dagegen drehten ins Plus.

Zur Vermeidung von Preiserhöhungen durch Zölle auf chinesische Importe rät US-Präsident Donald Trump dem Elektronikkonzern Apple zur Verlagerung der Produktion in die USA.

"Beginnen Sie jetzt, neue Fabriken zu bauen", schrieb Trump am Samstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Apple könnte mit der Abkehr von China als Produktionsstandort sogar von US-Steueranreizen profitieren. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

Apple warnt

Apple hatte am Freitag vor zusätzlichen milliardenschweren Zöllen auf chinesische Importprodukte gewarnt. Nach Darstellung des Konzerns hätte dies für amerikanische Konsumenten Preissteigerungen zur Folge. Betroffen davon seien vermutlich die Apple-Uhr sowie vom Unternehmen in China produzierte Kopfhörer und Lautsprecher, teilte das Management in einem Schreiben an US-Handelsbeauftragte mit.

Apple gab nicht bekannt, ob auch das iPhone davon betroffen sein könnte. Es macht den Großteil des Umsatzes des US-Unternehmens aus. Der Konzern äußerte die Sorge, dass die USA die Zölle am stärksten zu spüren bekommen dürften. So drohten ein geringeres Wirtschaftswachstum und höhere Preise für die US-Verbraucher.

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Kurse europäischer Halbleiteraktien unter Druck

Nach dem Tweet von Trump sind Kurse europäischer Halbleiteraktien unter Druck geraten. Sie folgten damit den Vorgaben aus Asien, wo vor allem die Papiere von Apple-Zulieferern verkauft worden waren.

Die Aktien des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor büßten zum Nachmittag 2,85 Prozent ein. Händler sprachen von einer eingetrübten Stimmung für die Branche. Papiere von Aixtron verloren rund 2,2 Prozent. Die Aktien von Infineon und des Wafer-Herstellers Siltronic drehten dagegen im Handelsverlauf ins Plus. Apple selbst startete mit minus 1,7 Prozent in den Handel.

Der iPhone-Hersteller selbst hatte zuvor informiert, dass US-Zölle auf chinesische Produkte auch seine Geräte wie etwa die Computer-Uhr Apple Watch, die Ohrhörer AirPods, den Computer MacMini sowie diverses Zubehör treffen könnten.

Apple betonte, dass in jedem der Geräte auch Teile oder Materialien aus US-Produktion steckten. Bei den Zöllen geht es um die geplante Zusatzgebühr von 25 Prozent auf in China hergestellte Produkte im Gesamtwert von 200 Mrd. Dollar (172 Mrd. Euro). Von anderen US-Strafzöllen sieht sich der Konzern bisher nicht betroffen.

iPhone soll von Strafzöllen ausgenommen werden

Auch das wichtigste Apple-Produkt, das iPhone, wird in der Volksrepublik China montiert. Es soll nach bisherigem Stand nicht von den Zöllen getroffen werden. In der Wertschöpfungskette von Apple stehen nach einer Analyse von Nikkei Asian Review die Fabriken auf dem chinesischen Festland allerdings auch nur auf Platz vier. Die wertvollsten Komponenten stammen demnach aus Taiwan gefolgt von den USA und Japan. Hersteller aus der Europäischen Union liegen auf Platz fünf.

(reuters/dpa/apa/red)

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