Elektroindustrie

Digitalsparte von General Electric: Abtrennungen und Verkauf an Finanzfirma

Der krisengeplagte Erzrivale von Siemens trennt sich von einem Teil seiner Sparte für digitale Geschäfte, die der Konzern erst vor zwei Jahren teuer zugekauft hat. Der größte Teil des Software-Geschäfts geht an eine Finanzfirma.

Der krisengeplagte Siemens-Konkurrent General Electric (GE) trennt sich von einem Teil seiner Digital-Sparte und gliedert den Rest des Software-Geschäfts in eine eigene Firma aus. Die auf Bestands- und Personal-Management für Außendienst-Mitarbeiter spezialisierte Softwarefirma ServiceMax geht zu 90 Prozent an den Finanzinvestor Silver Lake, wie GE mitteilte.

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Große Pläne noch 2016

Der US-Konzern hatte das Start-up-Unternehmen erst 2016 für 915 Millionen Dollar (aktuell rund 807 Mio. Euro) gekauft. Der ehemalige GE-Chef Jeff Immelt hatte den Konzern zu einem der zehn weltgrößten Software-Unternehmen machen wollen und dafür 4 Mrd. Dollar in die Hand genommen.

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Doch bereits im vergangenen Jahr hatte GE seine Ambitionen zurückgenommen und sich auf Software zur Unterstützung der eigenen Produktpalette beschränkt.

Der Rest des Digital-Geschäfts solle aus GE ausgegliedert werden, einen eigenen Namen und Marktauftritt sowie eine eigene Kapitalstruktur bekommen, teilte der Konzern weiter mit. Auch ein neuer Chef muss gefunden werden: Der Chef von GE Digital, Bill Ruh, nahm nach sieben Jahren den Hut.

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"Predix" versus "Mindsphere"

Das neue Unternehmen umfasst auch die "Predix"-Softwareplattform, ein Betriebssystem, mit dem sich Anlagen und Maschinen steuern, vernetzen und überwachen lassen. GE kommt in diesem Bereich auf 1,2 Mrd. Dollar Umsatz. Siemens setzt für das sogenannte "Internet der Dinge" (IoT) auf sein eigenes "Mindsphere"-Betriebssystem. (reuters/apa/red)

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