Photovoltaik

Die Zukunft von Solarworld ist weiter völlig offen

Das einstige Paradeunternehmen der Energiewende hat nach dem Insolvenzantrag seine nächste Hauptversammlung abgesagt. Derzeit läuft die Produktion bei Deutschlands größtem PV-Hersteller weiter - doch wie es weitergeht, ist offen.

Deutschlands größter Solarhersteller Solarworld hat angesichts der Insolvenzanträge von Mitte Mai die ursprünglich für 3. Juli geplante Hauptversammlung abgesagt.

Solarworld verzichte auch erstmals auf einen Stand auf der aktuell in München stattfindenden Branchenmesse Intersolar, sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Horst Piepenburg. "Wir haben auch so genug Aufmerksamkeit." Aussagen zur Zukunft des Konzerns wollte der Sprecher nicht machen. Dafür sei es zu früh.

Der entscheidende Faktor: Chinas Dumpingpreise

Das Bonner Unternehmen mit gut 3.000 Beschäftigten hatte am 11. Mai Insolvenz für die Konzernmutter und die deutschen Töchter in Thüringen und Sachsen angemeldet. Firmenchef Frank Asbeck macht für sein Scheitern vor allem Dumping-Angebote aus China verantwortlich, die den Marktpreis weltweit in den Keller gedrückt hätten.

Entscheidung wird Mitte August erwartet

Die Produktion laufe aber an allen Standorten weiter, betonte der Sprecher. Bis spätestens Mitte August wird mit einer Entscheidung des zuständigen Bonner Gerichts über den weiteren Fortgang des Insolvenzverfahrens gerechnet. (dpa/apa/red)

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