Umweltzerstörung

Die Menschheit verbraucht eine Kapazität von 1,75 Erden pro Jahr

Diese Woche wurde der "Welterschöpfungstag" erreicht. Es ist der Tag, an dem Industrie und Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann. "Niemals hat die Erdbevölkerung mehr über ihre Verhältnisse gelebt. Wir verbrauchen umgerechnet 1,75 Erden pro Jahr.

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Der "Welterschöpfungstag" ist laut der NGO Global Footprint Networks bereits diese Woche erreicht. Damit hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen und nachhaltig zur Verfügung stellen kann, berichtete der WWF in einer Aussendung. Der Stichtag ist wieder nach vorne gerückt und liegt erstmals im Juli. Vor 20 Jahren lag er noch im Oktober.

"Wir verbrauchen umgerechnet 1,75 Erden pro Jahr"

"Niemals hat die Erdbevölkerung mehr über ihre Verhältnisse gelebt. Wir verbrauchen umgerechnet 1,75 Erden pro Jahr. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen geht zu etwa 60 Prozent auf das Konto der überschüssigen CO2-Emissionen die nicht mehr in natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden. Sie richten einen enormen Schaden für Klima, Mensch und Natur an", kritisierten die Umweltorganisationen Greenpeace, WWF und Global 2000. Diese höchst alarmierenden Folgen wurden zumindest von der internationalen Politik bereits als Gefahr erkannt – sichtbar an Zielvorgaben wie den SDGs (Sustainable Development Goals) und den Pariser Klimazielen. Konkrete Maßnahmen und Umsetzungen fehlen allerdings nach wie vor.

Seit Jahrzehnten andauernden Übernutzung der Ökosysteme

Die Auswirkungen der seit Jahrzehnten andauernden Übernutzung der Ökosysteme, die Wasser, Nahrung und Energie liefern, sind zunehmend spürbar. Auch die Klimakrise umfasst laut WWF alle Kontinente. Dürre und extreme Wetterereignisse, Hungersnöte, Wassermangel und Meeresverschmutzung nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Regenwälder werden abgeholzt, Korallenriffe kollabieren und Arten verschwinden komplett.

White Paper zum Thema

Dem WWF zufolge kann im Alltag jeder Mensch etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen – vom Einkauf regionaler und saisonaler Bio-Lebensmittel und dem Verzehr von weniger Fleisch über die Wahl umweltfreundlicher Mobilität und die grüne Geldanlage bis zum politischen Engagement für eine gesunde Umwelt. (APA/red)

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