Auszeichnungen

Die besten Startups und Prototypen: Gründerpreis "Phönix" vergeben

Mit dem österreichischen Gründerpreis "Phönix" wurden die besten Start-ups, Spin-offs, Prototypen und Unternehmerinnen ausgezeichnet. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis September 2021.

Mit dem österreichischen Gründerpreis "Phönix" wurden die besten Start-ups, Spin-offs, Prototypen und Unternehmerinnen ausgezeichnet. In der Kategorie "Female Entrepreneurs" ging der Preis an Evelyn Haslinger, Gründerin der Symflower GmbH, in der Kategorie "Prototyp" war ein Forscherteam der Boku erfolgreich. Die Kategorie "Spin-Off" entschied die Parity Quantum Computing GmbH für sich, in der Kategorie "Start-up" siegte der Online-Bauernmarkt "markta".

Sieger in der Kategorie "Start-up" wurde Österreichs erster Online-Bauernmarkt markta GmbH. Dieser will regionale Lebensmittelproduzenten mit Menschen zusammenbringt, die auf der Suche nach hochwertigen und regionalen Bio-Produkten sind und damit die regionale Wirtschaft und Kleinproduzenten aus der Umgebung stärken.

Aktuelle Ausschreibung bis September 2021

Die Kategorie "Spin-Off" entschied die Innsbrucker Parity Quantum Computing GmbH für sich. Die patentierte Architektur des Unternehmens soll es ermöglichen, Quantencomputer mit sehr reduzierter Komplexität und damit skalierbar zu bauen. Zusammen mit einem eigens entwickelten Betriebssystem sollen industrierelevante Probleme früher und mit vergleichsweise kleineren Chips gelöst werden.

White Paper zum Thema

Eine aktuelle Ausschreibung ist übrigens ab Anfang März bis 15.September 2021 offen. An der Teilnahme berechtigt sind österreichische Start-ups und Spin-offs, die nach dem 1. Jänner 2015 gegründet wurden und ihren Firmensitz in Österreich haben. Auch österreichische Universitäten und Forschungseinrichtungen können sich für die Kategorie Prototyp bewerben. Weitere Infos hier.

Potenzial von Frauen bei Gründungen im Hightechbereich bestärken

Mit der Kategorie "Female Entrepreneurs" wollen die Veranstalter das Potenzial von Frauen in Hightech-Gründungen besonders sichtbar machen. Die Siegerin in diesem Bereich, Evelyn Haslinger, entwickelt durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und mathematischer Modelle automatisierte Tests jeder Art von Softwareentwicklung. Damit können Fehler, Leistungs- und Sicherheitsprobleme im Quellcode viel schneller und genauer aufgedeckt werden.

Sieger der Kategorie Prototyp wurde das Projekt "Carbofeed" von Thomas Gaßler und Michael Egermeier von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien. Sie wollen mit Hilfe eines Hefestamms, der CO2 und Elektrizität in Biomasse umwandelt, eiweißreiches, hochwertiges Tierfutter oder Futtermittel-Zusatzstoffe liefern.

Schramböck: Erste Investitionen des "Runway-Fonds" im April

Die Preisträger würden "eindrucksvoll die Ergebnisse des akademischen Wissens- und Technologietransfers" zeigen und "welches enorme wirtschaftliche Potenzial damit genutzt werden kann", erklärten Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Aussendung. Schramböck kündigte an, dass der schon seit Mitte vergangenen Jahres mit 50 Mio. Euro geplante "Runway-Fonds" zur Krisen-Unterstützung von Start-ups nun fertig sei. Erste Investitionen sollen im April erfolgen.

AWS kooperiert mit FFG und Industriellenvereinigung

Die Auszeichnung wurde heuer zum siebenten Mal im Auftrag von Bildungs- und Wirtschaftsministerium vergeben und vom Austria Wirtschaftsservice (aws) in Kooperation mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellenvereinigung (IV) organisiert. Für den Preis gab es 180 Einreichungen. 17 Unternehmen waren nominiert, aus denen schließlich von einer Jury die Sieger ausgewählt wurden. Die Preisträger erhalten neben einer Urkunde und einer Trophäe auch die Möglichkeit zur Teilnahme bei einem einschlägigen Event im Wert von 5.000 Euro.