Luftfahrt

Diamond Aircraft ist nun chinesisch

Nach der FACC AG hat sich ein weiteres österreichisches Luftfahrtunternehmen in chinesische Hände begeben: Die chinesische Wanfeng Aviation Industry hat die Diamond Aircraft Gruppe übernommen.

Der Schritt soll die langfristige Zukunft der Marke Diamond gewährleisten, hieß es in einer Erklärung der auf dem Flugplatz Wiener Neustadt Ost ansässigen Diamond Aircraft Industries GmbH (Austria).

Ziel sei es, die Verkaufszahlen weltweit zu erhöhen, die Vertriebs- und Supportnetzwerke auszubauen sowie weitere Kolbenmotorflugzeuge zu entwickeln. "Diamond ist mein Lebenswerk", sagte der bisherige CEO Christian Dries. "Im Interesse einer erfolgreichen langfristigen Zukunft waren wir auf der Suche nach dem richtigen Partner, der diese gute Arbeit nachhaltig weiterführen wird." Er sei "sicher, dass ich Diamond in sehr gute Hände übergebe", so Dries. 

Bin Chen, Chairman der Wanfeng Aviation Industry und Präsident der Wanfeng Auto Holding Group, betonte Luftfahrtportalen zufolge, "Diamond weltweit langfristig in Führungsposition in der Allgemeinen Luftfahrt bringen" zu wollen. Der Standort Wiener Neustadt soll dabei nicht gefährdet sein, Wanfeng wolle in das Diamond Forschungs- und Entwicklungszentrum investieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Diamond Österreich solle dabei auch weiterhin eine globale Engineering Serviceplattform bleiben.

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Personell werden sich bei Diamond zwei Schlüsselpositionen ändern: Bin Chen wird Chairman der Diamond Aircraft Industries GmbH, Frank Zhang wird neuer Chief Executive Officer (CEO) und löst damit Christian Dries ab. Der Diamond-Gründer soll die neuen Eigentümer in beratender Funktion unterstützen.

Der Aviation-Zweig der Wanfeng Auto Holding Group will auf fünf Geschäftssegmente setzen: Flugzeugproduktion, Flughafenmanagement, Flugschulentraining, Unternehmungen in der Allgemeinen Luftfahrt und Flugdienstzentren. Dafür hat Wanfeng in den letzten fünf Jahren in Tschechien, Kanada, Großbritannien und China in Luftfahrtprojekte investiert - und nun auch in Österreich. (red/apa)