Energiewirtschaft

Deutschland arbeitet an einer neuen Wasserstoff-Strategie

Der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier will die Entwicklung der Wasserstofftechnologie zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft machen und auch die Batteriezellfertigung für Elektroautos in Europa ausbauen.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier will die Entwicklung der Wasserstofftechnologie zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft machen. Sie sei eine Schlüsseltechnologie. "Diese Umgestaltung kostet Geld", sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Es gehe jetzt darum, die deutschen Pläne mit der EU-Strategie zu verzahnen. Mit Frankreich seien Pilotprojekte in diesem Feld angedacht. Die deutsche Regierung hatte im Juni nach monatelangem Ringen eine Wasserstoffstrategie für Produktion und Einsatz des Brennstoffs beschlossen. Damit soll Deutschland weltweit führend werden und die industrielle Produktion vorantreiben. Die Technologie kann Wege eröffnen, um Autos, Lastwagen und Flugzeuge mit synthetischen Kraftstoffen ohne CO2-Ausstoß anzutreiben. Auch bei Gebäudeenergie und der Stahlerzeugung kann sie künftig eine größere Rolle spielen.

Eine weitere Priorität der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 werde es sein, eine gemeinsame europäische Industriepolitik voranzutreiben. Das Cloud-Projekt Gaia-X solle zudem in die Anwendungsreife kommen. Altmaier will auch die Batteriezellfertigung für Elektroautos in Europa ausbauen. (reuters/apa/red)

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