Solarhersteller

Deutscher Solarhersteller SMA verkleinert Vorstand

Der deutsche Solartechnikhersteller SMA kämpft mit einem massiven, von chinesischen Billigproduzenten ausgelösten Preisverfall. Jetzt wird der Vorstand auf zwei Personen verkleinert.

Der angeschlagene deutsche Solartechnikhersteller SMA verkleinert seinen Vorstand von drei auf zwei Mitglieder. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon werde zum Jahresende auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden, teilte SMA in Niestetal bei Kassel mit. Urbon habe sein Mandat niedergelegt.

Durch  Billiganbieter aus China massiv unter Druck

Neuer Vorstandssprecher wird sein Stellvertreter Jürgen Reinert. Finanzvorstand bleibt Ulrich Hadding. Zu den Gründen von Urbons Abschied machte der Konzern zunächst keine Angaben. Urbon war seit 2006 im Vorstand der SMA und das Gesicht des Unternehmens. Seit 2011 war er Vorstandschef.

Der Konzern steht vor einem Umbau. Ende September hatte SMA die Prognose für das laufende Jahr gesenkt und damit den Aktienkurs in den Keller geschickt. 2018 werde der Umsatz nur noch 800 Mio. bis 850 Moi. Euro betragen statt bis zu einer Milliarde Euro. Das Unternehmen hatte deshalb einen Stellenabbau angekündigt, ohne Details zu nennen.

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2019 Besserung erwartet

SMA kämpft mit einem Preisverfall, weil chinesische Hersteller verstärkt auf die internationalen Märkte drängen. Im kommenden Jahr rechnet SMA Solar wieder mit besseren Geschäften. Die SMA Solar Technology AG hat 3.200 Mitarbeiter, 2.100 davon in Deutschland. (dpa/apa/red)

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