Stahlindustrie

Deutsche Stahlkonzerne fordern Milliardenhilfen bei der Emissionssenkung

Die Senkung der enormen Abgasmengen in der Stahlindustrie ist mit sehr großen Anstrengungen verbunden. Deshalb fordern die Chefs der fünf großen deutschen Stahlunternehmen Thyssenkrupp, ArcelorMittal, Saarstahl, Georgsmarienhütte und Salzgitter von Berlin Beihilfen von bis zu 30 Milliarden Euro - anders sei das nicht zu schaffen, hieß es.

Vor einem kommende Woche geplanten Treffen mit dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben die Chefs der fünf großen deutschen Stahlunternehmen Thyssenkrupp, ArcelorMittal, Saarstahl, Georgsmarienhütte und Salzgitter laut "Spiegel" ihre Minimalforderungen für einen Umbau zu einer auf Wasserstoff basierten Produktion konkretisiert.

In einem dreiseitigen Papier mit der Überschrift "Gespräche Handlungskonzept Stahl" forderten sie in einer ersten Stufe Investitions- und Subventionszusagen zwischen 15 und 30 Milliarden Euro, berichtete der "Spiegel" im Voraus aus seiner neuen Ausgabe.

Für dieses Geld wollen die Stahlkonzerne laut Bericht bis zum Jahr 2030 etwa ein Drittel ihrer Primärstahlproduktion auf eine klimafreundliche Erzeugung umstellen und CO2-Emissionen von 17 Millionen Tonnen pro Jahr einsparen. Anschließend solle es weitere Hilfen in Form eines Ausgleichsmechanismus geben.

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Boom bei der Nachfrage nach Stahl

Wie hoch ihre Eigenleistung sein soll, erwähnen die Unternehmen laut "Spiegel" genauso wenig wie die Tatsache, dass die Stahlnachfrage boomt und der Stahlpreis mit fast 900 Euro pro Tonne so hoch ist wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Offenbar gingen Unternehmen wie Thyssenkrupp sogar davon aus, die Transformationskosten nahezu komplett erstattet zu bekommen, zitierte das Magazin Vertreter der IG Metall. Sie warnen die Manager demnach seit Tagen davor, eine mögliche Bundeshilfe durch überzogene Forderungen zu gefährden. (afp/apa/red)

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