Stahlindustrie

Deutsche Stahlindustrie fährt Hochöfen wieder hoch

Bei der Voestalpine sind seit Jänner alle fünf Hochöfen wieder in Betrieb - jetzt fährt auch die deutsche Stahlindustrie rund um Thyssen, Salzgitter und Arcelormittal ihre Hochöfen hoch. Auch die Produktion von Rohstahl steigt wieder spürbar an.

Die Stahlindustrie in Deutschland fährt nach den Einbußen durch die Coronakrise ihre Hochöfen langsam wieder hoch. Im Jänner sei die Rohstahlproduktion gegenüber dem Auftakt 2020 um sechs Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen gestiegen, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. "Damit hat die Erzeugung wieder den Durchschnittswert von 2019 erreicht, bewegt sich aber weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau."

Produktionsniveau vorerst weiter niedriger als vor der Krise

Die Schwerindustrie hatte durch die Coronakrise starke Einbußen hinnehmen müssen. Zehntausende Stahlkocher waren in Kurzarbeit. Inzwischen hat die Nachfrage wichtiger Kunden etwa in der Automobilindustrie, Maschinenbau und Bauindustrie angezogen. Die Kunden füllen auch ihre Läger wieder auf. Thyssenkrupp, Salzgitter oder Weltmarktführer Arcelormittal spüren Rückenwind, bleiben aber wegen der ungelösten Coronapandemie vorsichtig.

Voest: Alle fünf Hochöfen wieder in Betrieb

Die österreichische Voestalpine hat bereits zum Jahresbeginn ihren zweiten Hochofen am Standort Donawitz wieder hochgefahren. Grund sei die erstarkte Nachfrage nach Langstahl, so der Konzern. Damit sind bei der Voestalpine wieder alle fünf heimischen Hochöfen in Betrieb. Details: Voestalpine: Alle fünf Hochöfen in Österreich wieder in Betrieb >>

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(reuters/apa/red)

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