Industriekonjunktur

Deutsche Stahlbranche: "Ermutigende Signale" für 2017

Unter den Stahlherstellern in Deutschland wächst die Hoffnung auf einen neuen Aufschwung ab dem kommenden Jahr: Die Bestellungen steigen, vor allem aus der Bauindustrie. Trotzdem bleibe die Lage der Branche ernst, heißt es bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Trotz anhaltender Probleme mit weltweiten Überkapazitäten macht sich in der deutschen Stahlbranche Hoffnung auf einen Aufschwung breit. Hintergrund sind steigende Bestellungen vor allem aus der Baubranche.

Nach zwei Jahren mit rückläufiger Rohstahlproduktion setzt die deutsche Stahlindustrie für das kommende Jahr auf Besserung. Derzeit blicke die Branche mit vorsichtigem Optimismus auf die Stahlkonjunktur 2017, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, im Vorfeld der Jahrestagung Stahl in Düsseldorf. Hintergrund seien wieder steigende Bestellungen der deutschen Stahlverarbeiter, vor allem aus der Bauindustrie.

Für heuer wird trotzdem ein Produktionsrückgang erwartet

Für 2016 rechnet die Branche jedoch immer noch mit einem Produktionsrückgang bei der Rohstahlherstellung um 1,0 Prozent auf 42,5 Millionen Tonnen. Eine Prognose für 2017 soll zum Jahreswechsel vorgelegt werden.

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Trotz der leichten konjunkturellen Erholung bleibe die Lage der Branche in Deutschland jedoch weiterhin ernst, so Kerkhoff. Angesichts von weltweiten Überkapazitäten vor allem aus China und der laufenden Diskussionen über die Ausgestaltung des Emissionsrechtehandels nach 2021 stehe die Branche in den nächsten Wochen und Monaten vor wichtigen Weichenstellungen.

Eine entscheidende Rolle spiele dabei der Abbau von Überkapazitäten in China. Das Land stehe nicht nur für die Hälfte der Weltproduktion, sondern auch für zwei Drittel der globalen Überkapazitäten von 660 Mio. Tonnen.(dpa/apa/red) 

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