Rüstung

Deutsche Rüstungsindustrie ist drittgrößter Exporteur weltweit

Die deutsche Rüstungsindustrie liefert Panzer, U-Boote oder Kampfflugzeuge an viele Staaten. Vor allem bringen aber Geschäfte mit IT-Produkte Gewinn.

Rüstungsindustrie BAE Systems

Die deutsche Rüstungsindustrie liefert Panzer, U-Boote oder Kampfflugzeuge an viele Staaten. Doch die bekannten wie umstrittenen Produkte machen inzwischen nur rund ein Drittel der Wertschöpfung in der Branche aus. Den Großteil ihrer Geschäfte macht sie mit Computerlösungen, Schutzanlagen, Überwachungssystemen oder anderen Dienstleistungen.

Auch Lkw-Motoren oder Uniformen können zu Rüstungsgütern werden. Weltweit ist Deutschland nach den USA und Russland den Friedensforschern des schwedischen Sipri-Instituts zufolge der drittgrößte Rüstungsexporteur. Allerdings ist der Abstand groß: Während Amerikaner und Russen auf einen Anteil am Weltmarkt von 56 Prozent kommen, liegt der deutsche bei gerade 7 Prozent.

Viele Stellen hängen an der Branche

Das Ende des Kalten Krieges zwang auch die deutsche Rüstungsindustrie zu einem deutlichen Wandel. Waren vor der Einheit noch rund 250 000 Menschen beschäftigt, waren es 2011 noch 98 000, wie der Branchenverband BDSV berechnet hat. Die Wertschöpfung der Industrie lag 2011 bei rund 21,3 Milliarden Euro.

White Paper zum Thema

Allerdings hängen laut BDSV bei Zulieferern und in der lokalen Wirtschaft noch Tausende weitere Jobs von der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie ab. In einer Studie für den BDSV schätzt das Wirtschaftsforschungsinstitut WiFOR die Zahl der von der Branche gesicherten Stellen auf 316 000.

US-Firmen immer noch an der Spitze der Rüstungsindustrie

Die deutsche Wehrindustrie fertigt begehrte Produkte. Verglichen mit US-Giganten sind es jedoch eher kleine Spezialisten. In den weltweiten Top-Ten findet sich mit der Rüstungssparte von Airbus nur ein teilweise deutsches Unternehmen. An der Weltspitze stehen Lockheed Martin und Boeing, gefolgt von der britischen BAE Systems. Dahinter finden sich US-Firmen wie General Dynamics, Raytheon oder Northrop Grumman. (APA/dpa)