Elektroautos

Deutsche Post: "Keine Eile" beim Verkauf des Streetscooter

Die Deutsche Post werde 2019 keine Entscheidung darüber fällen, ob die erfolgreiche Lieferwagentochter Streetscooter verkauft werde, so Konzernchef Frank Appel. Das Interesse potenzieller Käufer sei aber gewachsen.

Die Elektro-Transporterschmiede Streetscooter bleibt zumindest heuer noch eine Tochter der Deutschen Post. Grundsätzlich halte die Deutsche Post am Plan eines Verkaufs fest, erklärte Post-Chef Frank Appel im Wirtschaftspresseclub Stuttgart.

"Wir haben aber keine Eile, wir werden das nicht loswerden um jeden Preis." Der neue Streetscooter-Chef Jörg Sommer wolle den Nischenhersteller für Elektrotransporter weiterentwickeln. "Die Findungsphase wird dieses Jahr noch dauern", sagte Appel. Seit Sommer, ein Manager aus der Autoindustrie, im April begonnen habe, sei das Interesse von potenziellen Käufern gewachsen.

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Ein erfolgreiches Start-up aus dem Umfeld der Technischen Hochschule Aachen

Streetscooter, ein Start-up aus dem Umfeld der Technischen Hochschule in Aachen, etabliert sich seit seiner Übernahme durch die Post 2014 als Spezialist für einfache, kostengünstige E-Transporter für Kurierdienste. Die Deutsche Post hat den Großteil der Produktion von mittlerweile rund 9.000 Fahrzeugen selbst im Einsatz, aber Appel zufolge auch schon 1.500 Wagen an Dritte verkauft. Vor Kurzem bestellte der größte japanische Logistikdienstleister Yamato 500 Fahrzeuge.

"Offen für Kooperationen" - Streetscooter schreibt noch rote Zahlen

Appel hatte in der Vergangenheit erklärt, der Konzern sei bei Streetscooter offen für Kooperationen mit anderen Autokonzernen, schließe aber auch einen Börsengang oder den Einstieg eines Finanzinvestors nicht aus. Es sei unwahrscheinlich, dass die Deutsche Post das Unternehmen behalte, erklärte Appel jetzt. Streetscooter gehört demnach zu einem Portfolio von Start-ups, welche die Post aufpäppelt und dann verkauft. Derzeit schreibe die Post-Tochter noch rote Zahlen.

Appel will nach dem Ende seiner Amtszeit nicht in den Aufsichtsrat des Logistikkonzerns wechseln und dort den Vorsitz übernehmen. Das wäre so, als wenn er sein eigener Nachfolger werde, sagte Appel. Sein Vertrag läuft noch bis 2022. Es sei noch offen, was er danach mache. (reuters/apa/red)

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