Löhne

Deutsche Post gönnt Managern "nur mehr" Löhne von sechs Millionen Euro

Der Aufsichtsrat der Deutschen Post arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an einer Begrenzung der Vorstandsgehälter. Summen von mehr als sechs Millionen Euro sollen in Zukunft verhindert werden, so deutsche Medien.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Post arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an einer Begrenzung der Vorstandsgehälter. Das Kontrollgremium ziele darauf ab, die Gehälter in der Spitze zu begrenzen und Summen von mehr als 6 Mio. Euro in Zukunft zu verhindern, berichtete die Zeitung "Die Welt" vorab unter Berufung auf Informationen aus dem Bonner Konzern.

"Unser Vergütungssystem ist im nationalen und internationalen Vergleich angemessen, üblich und wettbewerbsfähig", sagte ein Post-Sprecher. Es sei "seit Jahren selbstverständliche Praxis, dass die entsprechenden Regeln jährlich im Aufsichtsrat besprochen werden", fügte er hinzu.

Nach Vorstellungen von Aufsichtsratsmitgliedern sollten sich die Vorstandsbezüge künftig aus drei Teilen zusammensetzen, für jeden Bestandteil sei eine Obergrenze von 2 Mio. Euro angedacht, berichtete die "Welt" weiter. Rein rechnerisch wäre damit ein Vorstandsgehalt von höchstens 6 Mio. Euro möglich. Geltende Verträge sollen von den Veränderungen nicht betroffen sein.

Deutsche-Post-Chef Frank Appel hatte für das vergangene Jahr eine Direktvergütung von mehr als 9 Mio. Euro erhalten. Der deutsche Bund ist der größte Einzelaktionär der Post. Er hält über die Förderbank KfW rund 20,5 Prozent der Anteile. (reuters/apa/red)

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