Metallindustrie

Deutsche Metallindustrie erwartet für 2019 ein schmerzhaftes Minus

In der Metallindustrie und Elektrobranche Deutschlands zeichnet sich bei den Ergebnissen für das vergangene Jahr das größte Minus seit der Wirtschaftskrise 2009 ab - und es ist keine Besserung in Sicht. Das größte Problemfeld ist die Autoindustrie.

Die Produktion in der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Um 5,2 Prozent lag sie zwischen Jänner und November unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mitteilte.

Branche muss das Vorjahr als Rezessionsjahr verbuchen

"Damit ist schon jetzt klar, dass die Metall- und Elektroindustrie das Jahr mit einem Minus von gut fünf Prozent in der Produktion abschließen wird und 2019 komplett als Rezessionsjahr verbuchen muss", teilte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Michael Stahl mit. "Das ist das größte Minus seit der Wirtschaftskrise 2009." Zum Umsatz machte der Verband keine Angaben.

Eine Wende sei nicht in Sicht. "Die Auftragseingänge im November sind mit minus 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat sehr enttäuschend ausgefallen", hieß es. Treiber des Rückgangs sei vor allem die schwächelnde Autoindustrie.

White Paper zum Thema

Aufgrund der rückläufigen Produktion seien zahlreiche Stellen abgebaut worden. Zwischen Jänner und Oktober sei die Zahl der Beschäftigten um 16.000 gesunken. Zuletzt beschäftigte die Branche laut Gesamtmetall in Deutschland rund vier Millionen Menschen. (dpa/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge