Branchenanalyse

Deutsche Logistiker - "Lage gut, Zukunft mäßig"

Geopolitische Krisen bereiten den Logistikunternehmen in Deutschland derzeit die größten Sorgen. Beim Blick in die Zukunft herrscht Skepsis.

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Trübere Geschäftsaussichten dämpfen die Stimmung der deutschen Logistik-Wirtschaft. Die Firmen blicken vor allem wegen der internationalen Konflikte skeptischer nach vorn und befürchten Gegenwind für die globale Konjunktur, wie die Bundesvereinigung Logistik (BVL) mitteilt. "Lage gut, Zukunft mäßig", bilanzierte BVL-Chef Raimund Klinkner.

Das Stimmungsbarometer für das vierte Quartal fiel im Vergleich zum Sommer um gut vier Punkte auf 120,5 Zähler. Die moderaten Erwartungen überlagerten die kurzfristig positiven Signale zum Jahresende, fügte Klinkner hinzu. Der Index spiegelt mit Werten von über 100 Punkten zwar Wachstum wider, rutschte aber auf den niedrigsten Stand seit September 2013.

Die internationalen Krisen wie in der Ukraine und im Nahen Osten sehen die Logistiker aus Industrie, Handel und Dienstleister als größte Gefahr für den Geschäftserfolg 2015. Die besten Chancen, um den Umsatz zu steigern oder die Kosten zu senken, messen die Firmen einer verstärkten Zusammenarbeit "entlang der Wertschöpfungskette" bei - also der Kooperation mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern. Zudem setzen sie auf mehr Online-Handel und Einsparpotenziale beim Einkauf und der Beschaffung von Waren. (reuters/apa)