Luftfahrtindustrie

Deutsche haben "sehr ernste Probleme" mit dem Eurofighter

Während der Streit zwischen der Republik Österreich und Airbus wegen des Eurofighters weiter geht, häufen sich Meldungen über Probleme der deutschen Bundeswehr mit dem Kampfflieger.

Die Probleme der deutschen Bundeswehr mit ihrem Kampfflugzeug Eurofighter sind nach einem Medienbericht größer als bisher bekannt. Die Industrie habe das Verteidigungsministerium im vergangenen März über den vorübergehenden Ausfall eines Zulieferers von Ersatzteilen informiert, sagte ein Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Ein sehr ernstes Problem"

Alle Beteiligten arbeiteten mit Hochdruck an einer Lösung - "wir sehen hier die Industrie in der Pflicht, an der Entwicklung einer schnellen und tragfähigen Lösung mitzuwirken", so der Ministeriumssprecher. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Wolfgang Hellmich (SPD), sprach von einem "sehr ernsten Problem".

"Der Spiegel" hatte vor wenigen Tagen berichtet, wegen technischer Probleme beim Selbstschutzsystem seien nur rund zehn Jets für echte Einsätze startklar. Wegen nicht verfügbarer Bewaffnung könnten derzeit sogar nur vier Eurofighter für reale Missionen eingesetzt werden.

White Paper zum Thema

Mehr dazu:
Bundeswehr: Offenbar nur vier Eurofighter tatsächlich einsatzbereit >>

Die Bundeswehr bestätigte technische Probleme mit dem Kampfjet, nannte aber aus Geheimhaltungsgründen keine konkreten Zahlen. Die Luftwaffe nannte die Zahlen nicht nachvollziehbar. (dpa/apa/red)

Aktuell zum Streit zwischen der Republik Österreich und Airbus:
Minister Kunasek: "Airbus muss einen Schritt auf Österreich zugehen" >>