Wegen Brexit

Deutsche Firmen legen Investitionen in Großbritannien auf Eis

Der anvisierte EU-Austritt Großbritanniens lässt viele deutsche Firmen bei Investitionen in dem Land offenbar zögern, so die Beobachtung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags DIHK.

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Der anvisierte EU-Austritt Großbritanniens lässt laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) viele deutsche Firmen bei Investitionen in dem Land zögern. "Neuinvestitionen werden derzeit vielfach auf Eis gelegt", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Rheinischen Post". Er betonte, die deutsche Wirtschaft wolle Großbritannien nicht nur als Handelspartner, sondern auch als Investitionsstandort behalten.

Wansleben verwies auf die starke Präsenz deutscher Unternehmen in Großbritannien. Diese hätten in dem Land "Produktion und Betriebe" im Wert von 120 Mrd. Euro aufgebaut. Rund 400.000 Menschen seien in Großbritannien für deutsche Firmen tätig.

"Erste Auswirkungen der Brexit-Entscheidung sind schon jetzt zu beobachten" sagte Wansleben. Die deutschen Exporte Richtung Großbritannien seien im vergangenen Jahr um drei Prozent gesunken - "bei einer Umsetzung des Brexit dürfte es noch deutlich weiter runtergehen", warnte er.

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Die britische Regierung hatte am Donnerstag ihren Plan für den EU-Austritt veröffentlicht. Premierministerin Theresa May will den Austrittswunsch spätestens Ende März formal in Brüssel erklären. (afp/apa/red) 
 

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