Zulieferindustrie

Der Weg für das neue Werk von Magna ist frei

Autozulieferer Magna kann bis Anfang Oktober mit der Baugenehmigung für seine Lackieranlage in Slowenien rechnen: Alle Hürden seien ausgeräumt, so die Regierung in Ljubljana.

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna kann mit der Baugenehmigung für seine Lackieranlage im slowenischen Hoce bei Maribor bis Anfang Oktober rechnen, kündigte der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek laut Medienberichten an. Nachdem die Umweltschützer ihren Widerstand aufgegeben haben, trat die Umweltgenehmigung jetzt in Kraft.

Das hat den Weg für die Investition in Höhe von 146 Mio. Euro frei gemacht. Die slowenische Regierung werde noch diese Woche mit Magna zwei Verträge zur Umsetzung des Projekts unterzeichnen, sagte der Minister.

Mit einem Vertrag werde der slowenische Staat dem Konzern eine Subvention von 18,6 Mio. Euro gewähren, mit dem anderen werde sich Magna zu den gegebenen Versprechen verpflichten, hieß es.

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"Ich bin froh, dass alle Hürden für die Großinvestition von Magna, die viele neue Arbeitsplätze bringen wird, weggefallen sind", betonnte der slowenische Premier Miro Cerar laut Medien.

Die slowenische Mitte-Links-Regierung hatte sich für die Investition stark gemacht, weil sie sich einen massiven wirtschaftlichen Impuls für die strukturschwache Region Stajerska (Untersteiermark) erhofft.

Baubeginn im Oktober

Im Oktober soll Magna bereits mit den Arbeiten für das neue Werk beginnen. Den Plänen zufolge soll die neue Lackieranlage schon im Herbst 2018 in Betrieb gehen. Einwände von Umweltorganisationen drohten diese Frist zu gefährden, weshalb Magna einen Plan B verfolgt hat, um bei Bedarf das neue Werk in Ungarn errichten zu können.

Die von der staatlichen Umweltagentur ARSO erteilte Umweltgenehmigung trat dann am Dienstag doch in Kraft, nachdem bis zum Fristablauf keine Beschwerde eingereicht wurde. Diese Genehmigung ist eine Voraussetzung für die Baugenehmigung: Keine Widersprüche mehr gegen Magnas neues Werk in Slowenien >>

Auftakt für große Investitionen bei der Belieferung des Grazer Werks

Mehrere Umweltorganisationen hatten zuvor Einwände gegen das Werk geäußert. Nachdem die Genehmigung in Gesprächen zwischen Magna und der slowenischen Regierung ergänzt wurde, gaben sie ihren Widerstand auf, die letzte NGO machte das kurz vor Ablauf der Frist.

Die neue Lackieranlage mit 400 Beschäftigten soll nur der Auftakt für eine größere Investition in Slowenien sein. Magna will knapp 75 Kilometer südlich des Magna-Steyr-Werks in Graz ein komplettes Werk hinstellen. (apa/red)