Auszeichnung

Der „Preis Deutscher Maschinenbau“ ging heuer erstmals an einen Österreicher

Friedrich K. Eisler, geschäftsführender Gesellschafter der fränkischen Weiler Werkzeugmaschinen, ist auf dem 11. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin für sein Lebenswerk mit dem „Preis Deutscher Maschinenbau“ geehrt worden.

Voestalpine Weiler Maschinenbau Menschen Friedrich K. Eisler

VDMA-Präsident Carl Martin Welcker, „Produktion“-Chefredakteur Claus Wilk, Weiler-Chef und Preisträger Friedrich K. Eisler und Stefan Waldeisen, Geschäftsführung mi connect.

Friedrich K. Eisler hat seine Karriere in der Voestalpine gestartet, heute leitet er mit seinen Söhnen Michael und Alexander den deutschen Maschinenbauer Weiler, der Marktführer im deutschsprachigen Raum für konventionelle und zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschinen ist und etwa 550 Mitarbeiter beschäftigt. Nun wurde er für sein Lebenswerk mit dem „Preis Deutscher Maschinenbau“ ausgezeichnet. „Friedrich K. Eisler vereint all das, was man einem Mittelständler typischerweise an Eigenschaften zuschreibt: ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, kluges Handeln, Spezialisierung, unternehmerisches Geschick, Weitsicht“, erklärte Claus Wilk, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Produktion“ in seiner Laudatio. 

1962 begann Eisler seine Berufslaufbahn im Industrieanlagenbau bei der Voestalpine in Linz. Dort war er für den Bau schlüsselfertiger Stahlwerke in den USA, Kanada, Fernost und Australien zuständig. Schließlich war er im Konzern auch als Vertriebsleiter und Direktor für verschiedene Sparten tätig: Vom Geschäftsfeld „Bergbau und Aufbereitungstechnik“ bis zum schlüsselfertigen Bauen von Krankenhäusern in Nigeria reichte sein Aufgabenfeld. Knapp 20 Jahre später, 1981, übernahm er das erste Mal die Sanierung eines Tochterunternehmens der Voestalpine, führte die Eisen- und Stahlwerke in Kärnten (KESTAG) wieder zu wirtschaftlichem Erfolg und verkaufte das Unternehmen anschließend, da es nicht mehr zum Schwerpunkt des Mutterkonzerns passte. Zehn Jahre später wurde er gebeten, den ins Straucheln geratenen Drehmaschinenbauer Weiler zu sanieren. Auch hier gelang es ihm als Geschäftsführer in kurzer Zeit, die Firma wieder leistungsfähig zu machen. 1993 entschied er sich, den deutschen Maschinenbauer im Rahmen eines Management-Buy-outs zu erwerben. Nun wurde er für sein Lebenswerk geehrt, was er so kommentiert: „Ich freue mich ganz besonders, als Österreicher in der Bundesrepublik von den deutschen Maschinenbauern ausgezeichnet zu werden.“ Scherzend fügte er hinzu, er fühle sich sprichwörtlich wie ein „Hidden Champion“.

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