Autoindustrie

Der neue Opel "Corsa" bekommt schon eine Plattform von Peugeot

Die nächste Generation des Kleinwagenmodells "Corsa" baut der Autohersteller Opel bereits auf einer Plattform der künftigen französischen Konzernmutter PSA. Es ist das vierte gemeinsame Projekt beider Hersteller. Die Produktion soll 2019 in Saragossa anlaufen.

Der Autobauer Opel vertieft die Zusammenarbeit mit der künftigen Mutter PSA Peugeot Citroen. Die nächste Generation des Bestsellers Corsa, dessen Produktion 2019 startet, werde auf einer Plattform des französischen PSA-Konzerns gebaut, bestätigte ein Opel-Sprecher einen Bericht der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz.

Plattform von GM wird bereits aussortiert - PSA hofft auf mehr Geld

Ursprünglich sollte der Kleinwagen auf einer Architektur der bisherigen Opel-Mutter GM gebaut werden. Durch die Nutzung der PSA-Plattform könne Opel pro Fahrzeug mehr Geld verdienen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

PSA hatte die Übernahme von Opel im März angekündigt. Der neue Corsa ist das vierte gemeinsame Projekt von Opel und PSA nach den Opel-Modellen Crossland X, Grandland X und Combo. Der neue Corsa soll in Opels größtem Werk im spanischen Saragossa gebaut werden.

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Opel bleibt vorerst weiter in den roten Zahlen

Vor der geplanten Übernahme durch PSA Peugeot Citroen schreibt Opel unterdessen weiter rote Zahlen. Die amerikanische Mutter General Motors (GM) wies im Europageschäft für das erste Quartal einen Betriebsverlust von 201 Millionen Dollar (185 Mio. Euro) aus.

Vor Jahresfrist gab es noch ein fast ausgeglichenes Ergebnis. In den Monaten danach machten negative Währungseffekte durch das britische Votum für einen EU-Austritt Opel einen Strich durch die Rechnung, erstmals seit 1999 auf Jahresbasis wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Der negative Trend setzte sich zu Jahresbeginn 2017 fort. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagte, das neuerliche Minus sei auf Währungseffekte wie die Schwäche des englischem Pfunds und der türkischen Lira zurückzuführen, außerdem auf hohe Investitionen in neue Modelle. (reuters/apa/red)

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