Interna

Der Machtkampf bei Tata geht in die nächste Runde

Der indische Großkonzern hat derzeit mit großen Unruhen zu kämpfen, die mit dem nun ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Cyrus Mistry zu tun haben. Er will nun gegen Tata vor Gericht gehen.

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Tata hat mit internen Streits zu kämpfen.

Der Machtkampf im indischen Großkonzern Tata geht in die nächste Runde. Der ganze Streit begann schon im Oktober, als das Unternehmen Mistry als Vorstandsvorsitzenden entließ und durch Firmenpatriarch Ratan Tata ersetzte, der es bereits bis 2012 geleitet hatte. Es folgte eine zweimonatige Schlammschlacht zwischen beiden. Mistry wurde nach und nach aus allen Tochterfirmen verdrängt. Nun gab er den Kampf überraschend auf und trat von allen ihm verbliebenen Führungspositionen zurück. "Ich werde auf eine größere Plattform gehen, wo das Gesetz noch gilt", sagte er.

Nun will der entlassene Vorstandsvorsitzende Cyrus Mistry vor Gericht gegen die Muttergesellschaft Tata Sons vorgehen - wegen Missmanagements und weil der Konzern die Rechte von Minderheitsaktionären verletzt haben soll. 

Die Beteiligungsgesellschaft Tata Sons, die einen Großteil der Aktien der einzelnen Unternehmen der Tata-Gruppe hält, gehört zu den größten Privatkonzernen Indiens. Der multinationale Mischkonzern hat weltweit mehr als 660.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr Umsätze von mehr als 100 Mrd. Dollar (96,5 Mrd. Euro). Mistrys Familienunternehmen, die Shapoorji Pallonji Group, ist mit 18,5 Prozent an Tata Sons beteiligt. (apa/dpa)