Strategie

Der Chiphersteller AMD könnte sich aufspalten

Der US-Chiphersteller AMD steckt weiter in der Krise und wegen seines schwachen Geschäfts mit PCs und Grafikkarten sowie der starken Konkurrenz von Intel schon länger unter Druck. Nun soll das Unternehmen eine Aufspaltung erwägen, um die Abwärtsspirale aufzuhalten.

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Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) erwägt nach Information von Insidern eine Aufspaltung. Möglich sei aber auch, lediglich einen Geschäftsteil abzuspalten, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit solchen Überlegungen habe man gerade erst begonnen, es sei demnach noch keine Entscheidung getroffen. AMD-Chefin Lisa Su sei bereit, jede Option zu prüfen, um das Unternehmen zu sanieren.

AMD habe sich mit dem Vorhaben an eine Beraterfirma gewandt, die nun Szenarien entwerfen solle. AMD wollte sich dazu nicht äußern. Die Aktien des im kalifornischen Sunnyvale ansässigen Unternehmens sind in den vergangenen zwölf Monaten um 40 Prozent gefallen.

AMD steht wegen seines schwachen Geschäfts mit PCs und Grafikkarten sowie der starken Konkurrenz von Intel schon länger unter Druck. AMD reagierte unter anderem mit einem Stellenabbau und konzentrierte sich auf Spielekonsolen sowie Strom-sparende Server. Im ersten Quartal brach der AMD-Umsatz um 26,2 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar (911,59 Millionen Euro) ein. Der Fehlbetrag erhöhte sich auf 180 Millionen Dollar von 20 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. (apa/Reuters)

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