Brexit

Brexit: Die Konsequenzen für englischen ENERGIESEKTOR

Die britische Regierung muss ihre Beziehungen mit der Europäischen Union nach dem Votum der Bürger für einen Austritt aus der Staatengemeinschaft neu regeln. Weitreichende Konsequenzen für den Standort Europa zeichnen sich ab. Hier die wichtigsten.

Mit dem Verlassen der EU werden Infrastrukturprojekte im Energiesektor in Großbritannien wahrscheinlich teurer. Bereits jetzt kämpft das Land mit Schwierigkeiten bei der Stromversorgung. London setzt entgegen dem Kurs vieler EU-Staaten, etwa Österreichs und Deutschlands, massiv auf Atomkraft. Die Probleme bleiben trotzdem, der teure Strompreis auch - und die massiven staatlichen Subventionen beim Ausbau von AKW wie Hinkley Point kommen erst.

Mit dem Brexit dürfte sich die Energieversorgung und die Energiepreise des Landes nicht bessern. Die schlechteren Wettbewerbsbedingungen könnten auch Energieriesen wie BP und Shell treffen.

Großbritannien ist das Land in Europa mit dem zweitgrößten Ausstoß an Treibhausgasen. Seine Energiekonzerne gehören zu den größten Käufern von Verschmutzungszertifikaten (ETS), mit denen die EU den CO2-Ausstoß verringern will. Allerdings setzt das Königreich zugleich auf Atomkraft, die nur geringfügig CO2 ausstößt. Deshalb hat sich die Regierung in London für ambitionierte Klimaziele in der EU eingesetzt. Diese Stimme dürfte nun verloren gehen. (reuters/apa/red)

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