Brexit

Brexit: Konsequenzen für die INDUSTRIE IN DEUTSCHLAND

Die britische Regierung muss ihre Beziehungen mit der Europäischen Union nach dem Votum der Bürger für einen Austritt aus der Staatengemeinschaft neu regeln. Weitreichende Konsequenzen für den Standort Europa zeichnen sich ab. Hier die wichtigsten.

Die Entscheidung Großbritanniens für den Austritt aus der Europäischen Union wird nach Einschätzung der deutschen Regierung zunächst ohne größere Auswirkungen auf die ökonomische Entwicklung in Deutschland bleiben. Die deutsche Wirtschaft habe sich sehr robust gegenüber außenwirtschaftlichen Einflüssen gezeigt, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin.

"Sie ist sehr gut ins neue Jahr gestartet und ihr Wachstum ist auch sehr von einer starken Binnennachfrage getragen", fügte sie hinzu. "Deswegen schätzen wir das so ein, dass die Auswirkungen des Austritts vorerst verkraftbar sind."

Die Sprecherin von Ressortchef Sigmar Gabriel verwies darauf, dass es während der Austrittsverhandlungen keine Veränderungen gebe. "Die Märkte bleiben offen und die Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes steht nicht infrage."

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Großbritannien bleibe erst einmal vollwertiges Mitglied und Teil des Binnenmarktes. Dessen Grundfreiheiten gälten weiter und das EU-Recht sei "uneingeschränkt anwendbar". Die Unternehmen könnten somit weiter wie üblich Waren ins Vereinigte Königreich exportieren und deutsche Niederlassungen während der Verhandlungen wie bisher tätig sein. (reuters/apa/red)

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