Brexit

Brexit: Die Konsequenzen für die VOESTALPINE

Die britische Regierung muss ihre Beziehungen mit der Europäischen Union nach dem Votum der Bürger für einen Austritt aus der Staatengemeinschaft neu regeln. Weitreichende Konsequenzen für den Standort Europa zeichnen sich ab. Hier die wichtigsten.

Alexa Wesner, Botschafterin der USA in Österreich, mit Wolfgang Eder.

Dem Chef der Voestalpine, Wolfgang Eder, fällt es schwer, die Entscheidung der Briten gegen die EU zu akzeptieren - auch wenn das natürlich sein müsse. Trotz der Scheidung könne in Verhandlungen zwar ein konstruktiver Weg einer weiteren Zusammenarbeit gefunden werden. Dominoeffekte in anderen EU-Ländern seien aber nicht auszuschließen, gibt der Manager zu bedenken. Zwar müsse man auch künftig Ländern, die raus aus der EU wollen, die Wahl lassen - aber die Union dürfe sich davon nicht erpressen lassen.

Voestalpine hat in Großbritannien Standorte in der Weiterverarbeitung

in Sollte es auch in Österreich zu einem Referendum kommen, müsse den Österreichern bewusst sein, dass eine Abkehr von der europäischen Idee Österreich zum Spielball internationaler Spekulation werden ließe - "mit unabsehbaren Folgen für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wohlstand", so Eder. Die FPÖ will bei einer weiteren "Reformunwilligkeit" und bei einem EU-Beitritt der Türkei hierzulande ja auch ein Referendum haben. In diesem Fall müsse gesagt werden, "dass wir ein vereintes Europa aus politischen und wirtschaftlichen Gründen wollen". Die EU müsse es aber "schaffen, auf Basis konsequent gelebter Prinzipien stringenter, klarer und transparenter zu werden". Hier Eders ungekürzter Kommentar.

Britische Finanzfirmen sind eine mächtige Aktionärsgruppe der Voestalpine

Die Voestalpine ist in Großbritannien mit 650 Mitarbeitern und 30 Lehrlingen ausschließlich in der Weiterverarbeitung tätig. Weitaus wichtiger scheint die Rolle der mächtigen britischen Finanzfirmen für den Linzer Stahlriesen zu sein. Ganze sieben Prozent der Aktien der Voestalpine werden von Investoren aus dem Vereinigten Königreich gehalten. (apa/red)

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