Güterverkehr

DB Cargo will stärker mit Speditionen kooperieren

In Deutschland soll der Wettbewerb zwischen Schiene und Straße einer engeren Kooperation weichen: Die Deutsche Bahn und mehr als 230 Speditionen haben vereinbart, in Zukunft mehr Güter gemeinsam transportieren zu wollen. Seit der Jahrtausendwende ist das Transportaufkommen im kombinierten Verkehr kaum noch gewachsen.

Die Deutsche Bahn und mehr als 230 Speditionen wollen mehr Güter gemeinsam transportieren. Nach einer Vereinbarung der DB Cargo und des Dienstleisters Kombiverkehr soll es einfacher werden, Transporte von der Straße auf die Schiene und für die letzten Kilometer wieder zurück auf Lastwagen zu verlagern. Damit soll der Ausstoß von Kohlendioxid gesenkt werden.

"Die Zeit des Wettbewerbs Straße-Schiene ist vorbei", sagte der Verwaltungsratsvorsitzende von Kombiverkehr, Hermann Lanfer,. Auf langten Strecken sei der Zug besser geeignet, auf kurzen der Lastwagen.

Die Gesellschaft Kombiverkehr verbindet seit mehr als 50 Jahren Speditionen und die Bahn-Gütersparte DB Cargo. Seit der Jahrtausendwende ist das Transportaufkommen im kombinierten Verkehr kaum noch gewachsen. Ein unterzeichneter Neun-Punkte-Plan soll das ändern. Zu den Zielen zählt ein Taktfahrplan für die Züge, ein Ausbau von Terminals, mehr Direktverbindungen sowie eine digitalisierte und automatisierte Abfertigung.

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Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verspricht sich davon einen Beitrag, dass Deutschland seine Klimaziele im Verkehr erreicht. "Prognosen sagen voraus, dass das Güterverkehrsaufkommen im Kombinierten Verkehr bis 2030 um knapp 80 Prozent ansteigen wird." Bahn-Güterchefin Sigrid Nikutta kündigte an: "Wir werden den ICE des Schienengüterverkehrs schaffen." Konkrete Zeitpläne und Angaben über Kosten der einzelnen Vorhaben sind in dem Neun-Punkte-Plan noch nicht enthalten. (dpa/apa/red)