Metaller-KV

Das sagen Gewerkschaften: Beschäftigte am Erfolg der Betriebe beteiligen

Der Erfolg der Betriebe müsse auch bei den Beschäftigten ankommen, sagen ÖGB und Arbeiterkammer. Die AK legt dazu offizielle Zahlen vor. Demnach haben Eigentümer von Firmen im laufenden Jahr bereits eine Dividende von 16 Prozent bekommen.

Der ÖGB und die Arbeiterkammer (AK) haben im Streit um den neuen Kollektivvertrag (KV) für die Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie die Arbeitgeber aufgefordert, die Beschäftigten am Unternehmenserfolg durch einen entsprechenden KV-Abschluss teilhaben zu lassen.

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AK-Präsidentin Renate Anderl rechnete in einer Aussendung vor: "Für jene Metallindustrie-Unternehmen, die ihre Gewinnverwendungsbeschlüsse schon veröffentlicht haben, kann gesagt werden, dass diese im Jahr 2018 um 16 Prozent höhere Dividenden an ihre Eigentümer ausgeschüttet haben. Die Eigentümer haben also bereits ihren Anteil an der guten Produktions- und Auftragslage erhalten."

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"IV will nichts abgeben"

Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB meinte ebenfalls: "Die Provokation besteht darin, dass die Industriellenvereinigung den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nichts von ihren hohen Einnahmen abgeben will." Die Stimmung bei den Betriebsversammlungen "geht klar in Richtung breite Streikbereitschaft", warnte er die Vertreter der Industrie. (apa/red)