Elektroautos

Daimler kauft in Zukunft Batteriezellen bei Chinesen

Daimler hat mit dem chinesischen Hersteller Catl die Lieferung von Batteriezellen für Elektroautos vereinbart. Der Zulieferer verpflichtet sich, auf Kinderarbeit bei der Gewinnung der Rohstoffe zu verzichten.

Daimler kauft künftig Batteriezellen beim chinesischen Hersteller Catl ein und will dabei Standards für Arbeits- und Menschenrechte beim Problemrohstoff Kobalt sicherstellen. Contemporary Amperex Technology (Catl) habe einen Auftrag zur Lieferung von Zellen erhalten, sagte Sabine Angermann, Einkaufschefin für Rohstoffe bei Mercedes-Benz Cars, in Stuttgart. Ein Volumen nannte sie nicht.

Der Hersteller Catl, der auch Volkswagen und BMW beliefert, hat sich zu einem der weltweit führenden Lieferanten gemausert - mit Unterstützung der chinesischen Regierung. Denn in China sind alle Autobauer verpflichtet, Batteriezellen von heimischen Firmen zu beziehen.

Verbautes Kobalt kommt zum größten Teil aus Afrika

Catl sei einer der ersten Lieferanten, der nach dem neuen Daimler-Kontrollsystem zu Standards wie dem Verzicht auf Kinderarbeit alles Notwendige offen gelegt habe, sagte Angermann weiter. Das in Batteriezellen weltweit eingesetzte Kobalt stamme zu mehr als 60 Prozent aus der Demokratischen Republik Kongo. Während große Bergbauunternehmen dort bereits Gesundheitsschutz und Sicherheit beachteten, schürften in vielen kleinen Minen die Arbeiter unter schlechten Bedingungen und auch Kinder die Erze.

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Der Autobauer aus Stuttgart werde deshalb nur Batteriezellen mit Kobalt aus industriellem Bergbau im Kongo einsetzen, erklärte die Rohstoffexpertin. Die Lieferanten müssten die Einhaltung von Menschenrechten in ihrer Produktion garantieren und es werde unangemeldete Kontrollen geben.

Ab 2025 will Daimler ganz auf den Rohstoff verzichten

Auf längere Sicht will der Autobauer Kobalt aus Kanada und Australien beziehen und setzt darauf, dass mit neuer Batterietechnik ab 2025 ganz auf den Rohstoff verzichtet werden kann. (reuters/apa/red)

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