Autoindustrie

Daimler investiert Milliarden in neue Werke - nicht in Deutschland

Autobauer Daimler will seine Produktion mit neuen Werken massiv erhöhen und nimmt dafür viel Geld in die Hand - doch die Milliarden fließen nicht in Standorte in Deutschland, sondern in Mexiko, China und Ungarn.

Der Daimler-Konzern will seine Pkw-Produktion mit neuen Fertigungsstätten deutlich ausweiten. "Die Werke in unserem weltweiten Produktionsnetzwerk sind hoch ausgelastet. Deshalb bauen wir unsere Kapazitäten marktnah weiter aus und gehen in Richtung drei Millionen Einheiten", sagte Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer der Branchenzeitung "Automobilwoche".

Allein bis zum Ende des Jahrzehnts sollen Schäfer zufolge drei große Werke in Betrieb genommen werden. Im mexikanischen Aguascalientes werden demnach vom dritten Quartal 2018 an Fahrzeuge der neuen Kompaktklasse vom Band laufen. Das Gemeinschaftswerk mit Nissan hat eine Kapazität von rund 230.000 Einheiten.

Im ungarischen Kecskemet entsteht bis Ende 2019 ein zweites Mercedes-Werk in ähnlicher Größe. Das Unternehmen hatte zudem angekündigt, in Peking einen zweiten Standort eröffnen zu wollen. "In der ersten Ausbaustufe können wir hier 150.000 bis 200.000 Einheiten produzieren", sagte Schäfer der Zeitung.

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Das bereits bestehende Werk des chinesischen Partners BAIC soll der Automobilwoche zufolge für 1,5 Milliarden Euro umgebaut werden. Insgesamt investiere Daimler in die neuen Fertigungen im Ausland mehr als drei Milliarden Euro.  (reuters/apa/red)

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