Autonomes Fahren

Daimler investiert eine halbe Milliarde Euro in selbstfahrende Lastwagen

Daimler will in den kommenden Jahren eine halbe Milliarde Euro in die Entwicklung hochautomatisierter Lastautos investieren. Die Marktreife soll dann bis zum Jahr 2025 kommen, so der Hersteller auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas.

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Der deutsche Autokonzern Daimler investiert in den kommenden Jahren eine halbe Milliarde Euro in die Entwicklung hochautomatisierter Lastautos. Bis 2025 will der Hersteller solche Lkw auf den Markt bringen, teilte Daimler auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mit. Dafür sollen 200 zusätzliche Arbeitsplätze in den USA und Deutschland geschaffen werden.

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Unter hochautomatisiertem Fahren versteht Daimler, dass ein Lkw in abgegrenzten Bereichen allein agiert. Der Fahrer muss nicht zwingend eingreifen. Heuer will Daimler seinen ersten teilautomatisierten Lastwagen in den USA auf die Straße bringen. Das System kann den Angaben zufolge etwa selbstständig bremsen, beschleunigen und lenken.

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Einen Zwischenschritt, bei dem das Fahrzeug zwar allein agieren kann, der Fahrer aber notfalls immer eingreifen muss, will Daimler überspringen. Dieses Stadium biete den Kunden im Transportbereich keinen wesentlichen Vorteil.

Aus für Platooning

Gleichzeitig verabschiedet sich Daimler vom sogenannten Platooning (engl. für: in Kolonne fahren), bei dem Lastwagen virtuell verbunden dicht hintereinander herfahren. Die erhofften Sprit-Einsparungen fielen in der Praxis deutlich niedriger aus als erhofft, so die Begründung. Gemeinsam mit anderen Herstellern hatte Daimler die Technik unter anderem 2016 in einer groß angelegten Sternfahrt getestet. Auch in Österreich gibt es einige Problemfelder, die Platooning erschweren. (dpa/apa/red)

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