Einstieg von Midea

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Chinesen keine Gefahr für Kuka

Der chinesische Haushaltshersteller Midea will über ein Drittel am Robotikhersteller Kuka. Sollte eine Übernahme realisiert werden, gebe es "keine Beweise, dass solch eine Absicht ein Risiko darstellt", meint Daimler-Chef Dieter Zetsche. Nicht nur Branchenexperten sind anderer Meinung - sondern jetzt auch die deutsche Regierung.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht nach eigenen Angaben keine Gefahr in dem chinesischen Interesse am Zulieferer Kuka. Man habe bisher bei Unternehmen und Zulieferern mit chinesischen Eignern in Deutschland und Europa keine negativen Entwicklungen in ihrer Haltung gegenüber der Autoindustrie gesehen, sagte der Chef des europäischen Autoherstellerverbandes ACEA in Berlin.

"Es gibt daher keinen Beweis dafür, dass solch eine Absicht, wenn sie realisiert würde, ein Risiko darstellt", sagte er mit Blick auf die Übernahmeabsichten des chinesischen Konzerns Midea. Er spreche hier aber nicht für ACEA oder Daimler, dies sei seine persönliche Ansicht, betonte Zetsche.

In der deutschen Bundesregierung wird dagegen die Gefahr gesehen, dass es einen Technologie-Abfluss beim Roboterproduzenten Kuka geben könnte. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte gesagt, er würde sich freuen, wenn es ein deutsches oder europäisches Gegenangebot für Kuka gebe. Hinter den Kulissen arbeiten offenbar mehrere Ministerien an einem Einstieg eines europäischen Großkonzerns, um Midea abzuwehren. (reuters/apa/red)

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