Autoindustrie

Daimler baut noch ein millionenschweres Forschungszentrum in Peking

Der deutsche Premiumhersteller verlegt zunehmend auch die Forschung und Entwicklung nach China - also jenen Bereich, der als Domäne Europas gilt. Jetzt investiert Daimler 145 Millionen Euro in ein zweites großes Forschungszentrum in dem Land.

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Mit einem zweiten Forschungs- und Entwicklungszentrum in Peking baut der deutsche Autobauer Daimler seine Aktivitäten im weltweit wichtigsten Markt China weiter aus. Der Komplex soll umgerechnet rund 145 Millionen Euro kosten und 2020 auf dem bestehenden Produktionsgelände in Betrieb gehen, wie Daimler mitteilt.

Das erste Forschungs- und Entwicklungszentrum gibt es seit 2014. Mit der jetzigen Entscheidung gehe es darum, die Marktanforderungen noch besser zu verstehen und die Lokalisierung zu beschleunigen, betonte China-Vorstand Hubertus Troska. Lokalisierung bedeutet, dass ein Hersteller eigene Standorte in wichtigen Märkten aufbaut, anstatt in seiner Heimat gebaute Produkte dorthin zu exportieren.

Ohne China können Autokonzerne nicht mehr

Daimler verkauft inzwischen fast jedes dritte Auto von Mercedes-Benz in China und verzeichnet dort auch das stärkste Wachstum. Den Bau eines zweiten Pkw-Werks in Peking hat der Konzern schon im Frühjahr angekündigt, eine Fabrik für Elektroauto-Batterien soll ebenfalls dort entstehen.

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Auf den Straßen der chinesischen Hauptstadt darf der Konzern zudem künftig seine autonom fahrenden Autos testen. (dpa/apa/red)

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