Chemische Industrie

Coronavirus: Tiroler Wolftank-Adisa leidet unter Epidemie in China

Die Tiroler Wolftank-Adisa leidet in China an den Restriktionen durch die Coronavirus-Epidemie. Der Betriebsurlaub am Standort in China wurde soeben verlängert. Bei längeren Verzögerungen drohen "signifikante Einbußen", so das Unternehmen.

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Die Tiroler Wolftank-Adisa, die seit Jänner in Wien - und auch in München - an der Börse notiert, leidet in China an den Restriktionen durch die Coronavirus-Epidemie. Der Betriebsurlaub der Mitarbeiter der China-Tochter, die im Bereich Umweltschutz und Tank-Sanierung tätig ist, wurde bis 10. Februar verlängert, teilte das Unternehmen mit.

Bei weiteren Verzögerungen von laufenden und anstehenden Projekten im Jahr 2020 könnte es zu signifikanten Einbußen bei Umsatz, EBITDA und Vorsteuergewinn kommen - auch wenn es bisher noch kaum negative Auswirkungen auf den Geschäftserfolg gebe. Man sei "zuversichtlich, bei einer Normalisierung der Situation im ersten Quartal durch bereits vorgesehene Kapazitätsausbaumaßnahmen diesen Effekt im zweiten Halbjahr 2020 wieder kompensieren zu können", so CEO Peter Werth nach einer Analyse der Situation bei der China-Tochter.

Fokussiert ist die Wolftank-Adisa Holding AG mit Sitz in Innsbruck auf Umweltschutz-Dienstleistungen bei verschmutzten Böden, Einrichtungen und Gewässern, die Sanierung und Überwachung von Tank-Anlagen sowie Ingenieurdienstleistungen für (LNG-)Tank-Anlagen. Im ersten Halbjahr 2019 hatte die Gruppe 26,3 Mio. Euro umgesetzt, um 61,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018. Der operative Gewinn (EBIT) lag bei 2,1 Mio. Euro. Im Gesamtjahr 2019 wollte man 50 Mio. Euro Umsatz und 3,2 Mio. Euro EBIT erzielen, hieß es im September. (apa/red)