Coronavirus

Coronavirus: Deutsche Maschinenbauer schlagen Alarm

Die ohnehin schwächelnden deutschen Maschinenbauer rechnen wegen der Auswirkungen der Epidemie mit weiteren Problemen in den Lieferketten und damit mit weniger Aufträgen.

Die ohnehin schwächelnden deutschen Maschinenbauer rechnen in Folge der Coronavirus-Epidemie mit Einbußen bei den Aufträgen und Einschränkungen bei den Lieferketten. Die Auswirkungen der Virus-Krise würden sich in den kommenden Berichtsmonaten deutlich in den Orderzahlen widerspiegeln, sagte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers,

China sei nicht nur der zweitwichtigste Abnehmer deutscher Maschinen. Die Volksrepublik sei auch 2019 Deutschlands wichtigster ausländischer Lieferant von Maschinen, vor allem aber von Komponenten und Teilen gewesen. "Wir müssen mit Einschränkungen entlang der Lieferketten von China nach Deutschland rechnen."

Im Jänner konnten die Hersteller bei den Aufträgen ein Plus von sieben Prozent verbuchen. Die Inlandsbestellungen legten um elf Prozent und die aus dem Ausland um fünf Prozent zu. "Das ist leider kein Zeichen für eine nachhaltige Konjunkturbelebung. Für das Plus sind vor allem einige Großaufträge verantwortlich, die im Jänner in die Bücher kamen", erklärte Wiechers.

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2019 hatten globale Handelskonflikte, das Brexit-Drama und der Strukturwandel in der Autoindustrie die Geschäfte der deutschen Schlüsselindustrie belastet. Verunsicherte Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück. Der Auftragseingang sank insgesamt gegenüber dem Vorjahr früheren Daten zufolge um neun Prozent. Die Produktion schrumpfte um rund zwei Prozent. (reuters/dpa-afx/apa/red)

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