Pharmaindustrie

Corona: EU-Marktzulassung von Remdesivir offenbar in Kürze

Die EU steht vor einer bedingten Marktzulassung des Medikaments Remdesivir. Studien zufolge kann das Mittel den Heilprozess bei einer Erkrankung am Coronavirus deutlich verkürzen - doch es wurde noch nicht genügend getestet.

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Das ist ein Symbolbild: Pharmaindustrie.

Die Europäische Union will den Weg für einen Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Patienten womöglich in Kürze frei machen. "Es könnte sein, dass eine bedingte Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann", sagte der Direktor der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Guido Rasi, bei einer Anhörung im EU-Parlament in Brüssel.

Die EMA hatte bereits kürzlich den Einsatz des noch nicht als Medikament zugelassenen Mittels des US-Biotechkonzerns Gilead außerhalb klinischer Studien empfohlen. Damit wird die Nutzung eines Medikaments ermöglicht, noch bevor es vollständig zugelassen ist.

Bisher gibt es weder einen Impfstoff noch ein Medikament für die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19. Gilead erhielt vor kurzem die US-Zulassung für die Verwendung von Remdesivir in Notfällen, nachdem der Arzneimittelhersteller Daten zur Verfügung gestellt hatte, die zeigten, dass das Medikament den Krankheitsverlauf bei Patienten verkürzen kann. (reuters/apa/red)

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