Automobilindustrie

Continental-Vorstand: "Unsere derzeitige, geschäftliche Situation ist sehr ernst"

In einem Schreiben an an weltweit etwa 400 Führungskräfte fordert der Vorstand des deutschen Autozulieferers Continental seine Spitzenmanager in scharfen Worten zu mehr Leistung auf.

Automobilindustrie Automobilzulieferer Continental

Brandbrief des Continental Vorstands: Auch personelle Änderungen  - "dort, wo das Vertrauensverhältnis zu unseren relevanten Stakeholdern nachhaltig beschädigt ist," werden angekündigt.

Wegen schwächerer Geschäfte und höherer Kosten hatte Conti Mitte August zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose für 2018 gesenkt. Jetzt wurde bekannt, dass der Vorstand des deutschen Autozulieferers Continental  seine Spitzenmanager zuletzt in scharfen Worten zu verstärkten Anstrengungen aufgefordert hat.  "Unsere derzeitige, geschäftliche Situation ist sehr ernst", heißt es in dem Brief, aus dem die deutsche "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) zitiert hatte.

Der Vorstand kündigt auch personelle Änderungen im Management an - "dort, wo das Vertrauensverhältnis zu unseren relevanten Stakeholdern nachhaltig beschädigt ist." Neben Wachstumsprogrammen soll es auch externe Unterstützung für schwächelnde Geschäftsbereiche geben.

Nach Angaben eines Konzernsprechers richtet sich das Schreiben an weltweit etwa 400 Führungskräfte. Konkret wird darin "einem halben Dutzend" der insgesamt 27 Geschäftsbereiche vorgeworfen, wiederholt selbstgesteckte Ziele nicht erreicht zu haben. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Daher die klare Ansage: Auf diesem falschen Gleis fahren wir keinen Meter mehr: Dieser Zug stoppt genau hier und jetzt!" Die betroffenen Bereiche werden gemahnt: "Sie halten damit nicht, was sie versprechen."  Der Konzernumsatz dürfte bei 46 Milliarden Euro vor Währungseffekten liegen - und nicht mehr wie zuvor angekündigt bei 47 Milliarden Euro. Die Aktie ging auf Talfahrt.

Verwandte tecfindr-Einträge