Logistik

Containerterminal des Wiener Hafens soll bald CO2-neutral arbeiten

Der Wiener Hafen will sein Containerterminal ökologischer betreiben und stellt seinen Terminalbetrieb in einem ersten Schritt auf Strom aus Wasserkraft um.

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Der Wiener Hafen will sein Containerterminal ökologischer betreiben. Als erster Schritt wurde nun die Energieversorgung des Betriebsstandorts Freudenau komplett auf Strom aus Wasserkraft umgestellt. Bald sollen weitere Schritte gesetzt werden: Im Fokus stehen etwa die mit Diesel betriebenen Stapler, sagte Harald Jony, Geschäftsführer der Hafen-Tochter WienCont.

Fürs erste freut man sich über die Umstellung des eigentlichen Terminals, wo jährlich in etwa 430.000 Einheiten umgeschlagen werden. Den Ökostrom für die Kräne liefern die ÖBB. Bei einem Energieverbrauch vergleichbar mit 300 Einfamilienhäusern spare man ab sofort rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr ein, rechnete Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens, bei einer Pressekonferenz vor.

Laut Jony sollen künftig auch "vorgelagerte" Emissionen möglichst vermieden werden: "Wasserkraft ist ja auch nicht zu 100 Prozent CO2-neutral, so ein Kraftwerk muss ja auch gebaut werden." Hier werde man sich den Markt anschauen. Dasselbe gelte für Betriebsabläufe wie Staplerfahrten. Man werde in Gespräche mit Herstellern treten und Alternativen zum Dieselantrieb prüfen, wurde versprochen. Ziel ist es, in mittelbarer Zukunft den ersten völlig CO2-neutralen Containerterminal Europas zu betreiben. (apa/red)

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