Logistik

Containerriese Maersk in den roten Zahlen - wegen Hackern

Die in Dänemark ansässige weltgrößte Reederei Möller-Maersk schreibt Verluste, während die gesamte Branche sich im Umbruch befindet. Doch für die jüngsten roten Zahlen hat auch ein breit angelegter Angriff aus dem Internet gesorgt.

A.P. Moeller-Maersk Logistik Schifffahrt Dänemark Container

Die weltgrößte Reederei Möller-Maersk ist im zweiten Quartal auch wegen eines Hackerangriffs in die roten Zahlen gerutscht. Insgesamt verzeichnete die dänische Unternehmensgruppe einen Verlust in Höhe von 264 Mio. Dollar (224,8 Mio. Euro).

Grund dafür seien Abschreibungen im Öltanker-Geschäft, teilte der Konzern mit. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 118 Mio. Dollar gemeldet.

Der Umsatz stieg indes im Vorjahresvergleich um 8 Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar. Dazu trugen unter anderem die um 22 Prozent gestiegenen Frachttarife der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk Line bei.

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Schwerer Hackerangriff blockiert Container-Schifffahrt

Ein schwerer Hackerangriff Ende Juni, von dem auch zahlreiche andere Unternehmen in Europa und den USA betroffen waren, habe Möller-Maersk 200 bis 300 Mio. Dollar gekostet, hieß es weiter.

Die Cyber-Attacke hatte wochenlang für Unterbrechungen in der Container-Schifffahrt gesorgt. Der Hacker-Angriff werde sich auf die Zahlen für das dritte Quartal auswirken, kündigte der Konzern an.

Möller-Maersk hofft nach eigenen Angaben, bis zum Jahresende den Kauf der deutschen Reederei Hamburg Süd über die Bühne zu bringen. (dpa/apa/red)