Halbleiter

Chipmangel: VW prüft Schadenersatz gegen Bosch und Continental

Volkswagen fehlen Mikrochips, was inzwischen Auswirkungen auf die Produktion hat. Nun prüft der Autobauer möglichen Schadenersatzforderungen gegen die Zulieferriesen Bosch und Continental.

Der wegen fehlender Halbleiter-Bauteile zu Produktionskürzungen gezwungene Autobauer Volkswagen prüft einem Bericht zufolge Schadenersatzansprüche gegen seine Zulieferer Bosch und Continental. Die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtete am Sonntag, VW spreche inzwischen auch mit möglichen Alternativlieferanten, um den Chip-Mangel zu beseitigen. An den entstehenden Mehrkosten wolle Volkswagen sowohl Bosch als auch Continental beteiligen.

Offiziell will sich VW dem Bericht zufolge nicht äußern. "Das kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher der Branchenzeitung. Bei Bosch hieß es demnach, solche Fragen werde man "zu gegebener Zeit mit unseren Kunden und Zulieferern direkt besprechen". Auch der "Spiegel" berichtete über "Unmut" zwischen VW und seinen beiden großen Zulieferern wegen fehlender Chips.

Der Engpass bei Computerbauteilen zwingt den Konzern seit Dezember zu Produktionskürzungen und Kurzarbeit an einzelnen Standorten in China, Nordamerika und Europa. Betroffen seien Fahrzeuge der Marken VW und VW Nutzfahrzeuge sowie Skoda, Seat und Audi. Auch zahlreiche andere Autobauer haben die Produktion in einigen Werken ausgesetzt oder gedrosselt. (reuters/apa/red)