Zulieferer

Chipmangel: Continental erwartet weitere schwere Monate

Der weltweit zweitgrößte Autozulieferer hat den Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert. Konzernchef Nikolai Setzer rechnet jedoch mit noch monatelang andauernden Schwierigkeiten aufgrund des die ganze Branche beherrschenden Chipmangels.

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Der zweitgrößte deutsche Autozulieferer Continental hat den Gewinn im ersten Quartal 2021 gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum gesteigert. Unter dem Strich verdiente der im deutschen Aktienindex DAX notierte Konzern 448 Mio. Euro - nach 292 Mio. Euro zum Jahresauftakt 2020, als der Ausbruch die Coronakrise das Geschäft bereits dämpfte. "Die kommenden Monate bleiben sehr herausfordernd", erklärte Conti-Chef Nikolai Setzer.

Engpässe bei Elektronikbauteilen, steigende Rohstoffpreise und die Corona-Pandemie belasteten die globale Wirtschaft. Insbesondere der für den Autozulieferer wichtige europäische Automarkt erhole sich nur langsam.

Der DAX-Konzern hatte im April schon Eckdaten bekannt gegeben, da diese besser ausgefallen waren als am Markt erwartet. Der Umsatz stieg um 8,6 Prozent auf 10,3 Mrd. Euro. Die bereinigte operative Rendite verdoppelte sich fast auf acht Prozent.

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Wegen der im September bevorstehenden Abspaltung der Antriebssparte Vitesco passte Continental den Ausblick für das laufende Jahr an. Ohne Vitesco peilt das Unternehmen einen Umsatz von 32,5 bis 34,5 Mrd. Euro an, statt 40,5 bis 42,5 Mrd. Euro. Die operative Rendite soll mit sechs bis sieben Prozent einen Prozentpunkt höher ausfallen als vor der Abspaltung. (reuters/apa/red)

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